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PostHeaderIcon Zielobjektsuche (ZOS)

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In der Zielobjektsuche (ZOS) erlernt der Hund die Suche nach zuvor konditionierten (Kleinst-)Gegenständen bspw. Feuerzeug, Kugelschreiber, Holzklammer, Clip, Münze, oder, oder. Das Auffinden des Gegenstandes zeigt der Hund durch das Ablegen direkt vor dem Gegenstand an (Platzverweis). Für fortgeschrittene Hunde wird der Gegenstand so versteckt, dass der Gegenstand nicht mehr optisch wahrnehmbar ist, sondern der Hund nur noch das Geruchsfeld des Gegenstandes auffinden kann und anzeigen soll. 
Vereinfacht gesagt, kann man sich die ZOS auch als „Drogensuche für Familienhunde“ vorstellen. Anstelle der Drogen sucht der Hund jedoch seinen Gegenstand. Die meisten Hunde werden auf 3 - 5 Gegenstände konditioniert. Geht ein Gegenstand verloren muss ein ganz neuer aufgebaut werden. Für ambitionierte Zosser besteht auch die Möglichkeit an Wettkämpfen teilzunehmen.

Für alle Suchbereiche gilt: Je kleiner der Gegenstand, desto schwerer die Suche also desto intensiver die Suchleistung!

Die ZOS gliedert sich in 4 Bereiche: Die Trümmersuche, die Päckchenstraße, die Flächensuche und die Suche an der Suchwand.

Trümmersuche
In der Trümmersuche sucht der Hund seinen Gegenstand in einem sogenannten Trümmerfeld. Im Trümmerfeld liegen Gegenstände des alltäglichen Lebens wahllos herum und irgendwo unter ihnen, an ihnen oder in ihnen ist der Gegenstand versteckt. Je erfahrener der Hund ist, desto anspruchsvoller wird das Trümmerfeld gestaltet bspw. viele abzusuchende Gegenstände, 2.Ebene, eng beieinanderliegende Gegenstände, welche die Anzeige erschweren.

In der Trümmersuche wird nicht nur die Hundenase gefordert, sondern auch die Motorik des Hundes. So muss er sich über, auf oder unter Gegenstände begeben, er muss ggf. gruselige Untergründe überwinden (Gitterrost, Plane,...) und gewinnt dadurch zugleich an Umweltsicherheit.

Päckchenstraße
In der Päckchenstraße stehen mehrere maximal 10l umfassende Gefäße (meist Eimer oder Boxen) in Reihe. Anzahl und Anordnung sollten später auch variieren. Die Behältnisse haben an den Seiten Löcher, durch die der Hund den Geruch wahrnehmen kann. Hat der Hund den richtigen Eimer gefunden, zeigt er dies durch die Platzanzeige an.

Flächensuche
In der Flächensuche sucht der Hund eine abgegrenzte Fläche von 200qm nach dem Gegenstand ab und zeigt den Fund durch Platzverweis an.

Für den fortgeschrittenen Hund werden die Anforderungen in allen Bereichen immer wieder neu erhöht, bspw. durch das Verleiten durch Eigengeruch (die Uhr des Hundeführers liegt im Suchgebiet bzw. im Eimer), Verleitungen durch ausgelegtes Futter und Lieblingsspielzeug, Verstecke in Hochlagen (kein direkter Kontakt zur Geruchsquelle möglich) sowie die Suche an der Suchwand sowie die Differenzierung der einzelnen Gegenstände.

Für wen ist die ZOS geeignet?
Die Zielobjektsuche eignet sich für eigentlich jeden Hund, der eine funktionstüchtige Nase hat. Bereits ein Welpe kann spielerisch das Anzeigeverhalten und den Gegenstand kennenlernen. Auch alte und/oder gehandicapte Hunde können mit der ZOS beschäftigt und ausgelastet werden. Suchanforderungen und Suchgegebenheiten können ganz flexibel an den einzelnen Hund angepasst werden.

AnzeigeWarum sollte man ZOS machen?
Als Nasentier arbeitet der Hund nahezu ununterbrochen mit selbiger. Er sieht seine Umwelt quasi mit der Nase. Allzu oft unterschätzen wir Menschen auch in diesem Bereich das Leistungsvermögen unseres Hundes und lassen es ungenutzt versauern. Der Hund aber nutzt und trainiert es tagtäglich zum Beispiel beim Aufspüren von Wildspuren. Was uns oft genug missfällt.
Intensive Nasenarbeit ist für den Hund unglaublich anstrengend. Professionelle Spür - & Rettungshunde können kaum mehr als 20 min. arbeiten. Danach sind sie erschöpft und benötigen eine längere Pause. Bei sehr intensiver Suche kann sich die Körpertemperatur des Hundes um ca. 1 Grad erhöhen. Wir Menschen würden angesichts der gemachten Atemzüge pro Minute eine intensive Suche nicht überleben.
Die ZOS fordert den Hund also zugleich körperlich und geistig und kann ihn dadurch umfassend auslasten.

Vorteile von ZOS:
Der Hund trainiert in dieser Arbeit seine Konzentration, seine Suchintensität, seine  Suchkondition und nicht zuletzt auch seine Motorik. Die ZOS kann ein wirkungsvoller Betätigungsfeld für jagende Hunde sein (Alternativverhalten). Sie kann zu Hause (Regentage/Winter) & überall trainiert werden. Die intensiven Suchlagen lasten den Hund aus. ZOS fördert die enge Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer, denn nur zusammen kommen sie ans Ziel. (Mehr Bilder: Link)

ZOS macht meinen beiden Hunden viel Spaß und auch ich selbst habe viel Spaß dabei. Ich finde es toll mitanzusehen, wie die Hunde, nachdem sie gelernt haben, worum es geht, intensiv und konzentriert suchen und danach zufrieden und erschöpft sind. Der Mensch selbst kann, nachdem der Hund erfolgreich angeclickert ist, nahezu unendlich kreativ sein und den Hund immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Langeweile ade!  

 

Meine ZOS-Erfahrungen und Qualifikationen

 + Ausbildung von 2 eigenen Hunden

+ Teilnahme am ZOS-Anfängerseminar bei Thomas Baumann

+ ZOS Trainerschulung im Februar 2010

+ ZOS-Lizenztrainer für Familienhunde seit März 2011

+ ZOS-Kurse seit April 2010

 

Kursangebot